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Höhe, Zahlung und Rückzahlung einfach erklärt

Du hast die Zusage für deine erste eigene Wohnung – Glückwunsch! Bevor du einziehst, kommt aber noch ein Thema auf dich zu, das am Anfang ziemlich viel Geld kosten kann: die Mietkaution. Hier erfährst du in wenigen Minuten, was das ist, wie viel du zahlen musst und worauf du achten solltest.

Was ist eine Mietkaution überhaupt?

Die Mietkaution ist eine Art Sicherheitsleistung. Du zahlst sie zu Beginn deines Mietverhältnisses an deinen Vermieter. Sie dient als Absicherung, falls du zum Beispiel die Miete mal nicht zahlst oder beim Auszug Schäden in der Wohnung hinterlässt, für die du aufkommen musst.

Wichtig: Die Kaution ist kein Geschenk an den Vermieter. Sie gehört weiterhin dir und muss dir nach dem Auszug zurückgezahlt werden – abzüglich eventueller berechtigter Ansprüche.

Wie hoch darf die Kaution sein?

In Deutschland ist gesetzlich geregelt, wie viel Kaution maximal verlangt werden darf: maximal drei Nettokaltmieten (also die Miete ohne Nebenkosten wie Heizung oder Wasser). Verlangt jemand mehr, ist das nicht erlaubt.

 Beispiel: Beträgt deine Nettokaltmiete 500 € und deine Warmmiete 670 €, darf die Kaution höchstens 1.500 € (3 x 500 €) betragen.

Muss ich alles auf einmal zahlen?

Nein! Auch das ist gesetzlich geregelt:

  • Du darfst die Kaution in drei gleichen monatlichen Raten zahlen.
  • Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.
  • Die restlichen zwei Raten folgen mit den nächsten beiden Mietzahlungen.

Das entlastet dich gerade beim Einzug, wenn ohnehin schon Kosten für Umzug und Möbel anfallen. Sprich das aktiv mit deinem Vermieter ab, falls im Mietvertrag nichts anderes vereinbart wurde.

Wo landet mein Geld – und ist es sicher?

Vermieter dürfen deine Kaution nicht einfach auf ihr privates Konto packen und für sich nutzen. Sie sind verpflichtet, das Geld getrennt von ihrem eigenen Vermögen anzulegen, meist auf einem speziellen Kautionskonto (auch Mietkautionskonto genannt).

So ist dein Geld auch dann geschützt, wenn dein Vermieter zum Beispiel insolvent wird. Du kannst bei Einzug ruhig freundlich nachfragen, wie und wo die Kaution angelegt wird – das ist dein gutes Recht.

Bekomme ich mein Geld nach dem Auszug zurück?

Grundsätzlich wird dir deine Kaution nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückgezahlt – inklusive Zinsen. Der Vermieter darf sich aber bis zu 12 Monate Zeit nehmen, um zu prüfen, ob noch Ansprüche gegen dich bestehen, zum Beispiel:

  • Mietrückstände
  • offene Nebenkostenabrechnungen
  • Schäden in der Wohnung, die über normale Abnutzung hinausgehen

In den meisten Fällen ist die Prüfung aber schon nach wenigen Monaten abgeschlossen.

5 Tipps für einen entspannten Umgang mit der Kaution

Übergabeprotokoll erstellen

Halte beim Einzug und beim Auszug den Zustand der Wohnung schriftlich und mit Fotos fest. Das schützt dich vor unberechtigten Forderungen.

Quittung verlangen

Lass dir die Zahlung der Kaution schriftlich bestätigen.

Ratenzahlung nutzen

Du musst nicht alles auf einmal zahlen, wenn es finanziell eng ist.

Fristen im Blick behalten

Frag höflich nach, wenn die Rückzahlung sich sehr lange hinzieht.

Bei Streit: Mieterverein einschalten

Für einen kleinen Mitgliedsbeitrag bekommst du dort rechtliche Beratung, falls es Ärger um die Kaution gibt.

Mit diesem Wissen gehst du gut vorbereitet in dein erstes eigenes Mietverhältnis. Viel Erfolg beim Einzug!

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