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Was wirklich in deiner Miete steckt

Du hast deine erste eigene Wohnung gefunden und im Exposé steht „Kaltmiete: 550 €“? Klingt erstmal günstig – ist es aber oft nicht. Denn am Monatsende landet meist ein deutlich höherer Betrag auf dem Konto deines Vermieters. Warum das so ist und worauf du achten musst, erklären wir dir hier kurz und verständlich.

Die Kaltmiete: nur die Miete für die Wohnung selbst

Die Kaltmiete (auch Nettokaltmiete genannt) ist der reine Preis dafür, dass du die Wohnung nutzen darfst. Sie deckt weder Heizung noch Wasser, Müllabfuhr oder Hausmeister ab. Wenn du Wohnungsangebote vergleichst, ist die Kaltmiete zwar ein guter erster Anhaltspunkt – aber eben nur die halbe Wahrheit.

Die Nebenkosten: Das kommt noch obendrauf

Zur Kaltmiete kommen die sogenannten Neben- und Betriebskosten hinzu. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Heizung und Warmwasser
  • Wasser und Abwasser
  • Müllabfuhr
  • Hausmeister und Gartenpflege
  • Gebäudeversicherung
  • Beleuchtung in Gemeinschaftsräumen
  • Grundsteuer
  • Kosten für Treppenhausreinigung oder Aufzug
  • Kosten für Schornsteinfeger

Diese Kosten werden meist als monatliche Vorauszahlung erhoben. Das heißt: Du zahlst jeden Monat einen geschätzten Betrag und einmal im Jahr rechnet dein Vermieter genau ab, was tatsächlich angefallen ist. Je nachdem bekommst du dann etwas zurück – oder musst nachzahlen.

Strom, Telefon, Internet und Kabelfernsehen gehören nicht zu den Nebenkosten. Für diese musst du in der Regel eigene Verträge mit den jeweiligen Dienstleistern abschließen.

Nebenkosten, die abgerechnet werden, müssen im Mietvertrag genannt sein. Aber Vorsicht: Es gibt auch Kosten, die dein Vermieter nicht auf seine Mieter umlegen darf, z.B. Reparatur- oder Verwaltungskosten.

Die Warmmiete: Das zahlst du wirklich

Zählst du Kaltmiete und Nebenkosten zusammen, erhältst du die Warmmiete (auch Bruttomiete genannt). Das ist der Betrag, der tatsächlich jeden Monat dein Konto verlässt.

Beispiel:

Betrag
Kaltmiete 550 €
Nebenkosten (Vorauszahlung) 150 €
Warmmiete 700 €

Warum das für dich wichtig ist

Wenn du Wohnungsangebote vergleichst, schau nie nur auf die Kaltmiete. Die Kaltmiete bleibt bis zur nächsten Mieterhöhung stabil, während die Warmmiete durch deinen individuellen Verbrauch variiert. Eine Wohnung mit niedriger Kaltmiete, aber alten Heizungen oder schlechter Dämmung kann am Ende teurer sein als eine etwas teurere Wohnung mit modernerer Ausstattung. Frag im Zweifel direkt nach der Warmmiete – so weißt du sofort, was du dir wirklich leisten kannst.

Vielleicht hast du auch schon mal von der Mietpreisbremse gehört. Diese gibt es in größeren Städten, wo der Wohnungsmarkt hart umkämpft ist. Sie deckelt die Miete, so dass Vermieter keine horrenden Mietpreise aufrufen können, nur weil die Nachfrage nach Wohnungen so hoch ist.

Kurz gesagt

Kaltmiete Miete für die Wohnung allein
Nebenkosten Vorauszahlung für Heizung, Wasser, Müll und Co.
Warmmiete Kaltmiete + Nebenkosten = das, was du wirklich zahlst

Ein Tipp zum Schluss: Plane bei deinem Budget immer mit der Warmmiete – nicht mit der Kaltmiete. So erlebst du am Monatsende keine böse Überraschung.

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